Durch Islands wilden Westen

Ok, der Westen ist gar nicht sooo wild. Jedenfalls teilweise. Wir haben eine nette Tagestour gemacht. Vom Nationalpark Þingvellir, zu dem wir an dieser Stelle mal nichts schreiben, weil er schon so oft beschrieben wurde, fahren wir Richtung Norden. Auf der 52 geht zunächst schnell voran, diese Strecke ist neuerdings asphaltiert. Hier gibt es erste tolle Ausblicke auf den Gletscher Þórisjökull und den Ok (Lustiger Name). Der war früher auch mal ein Gletscher, hat aber in jüngster Zeit so viel Eis verloren, dass er nun keiner mehr ist. Das Wetter ist allerdings noch so bedeckt, dass uns brauchbare Aufnahmen nicht gelungen sind, Himmel und Gletscher sind schon mit bloßem Auge kaum zu unterscheiden.

Die Straße 52, auf der wir weiterfahren, wird ab der Stelle, wo die 550 abzweigt, zur Schotterpiste. Viele empfehlen diese Strecke als Hochlandpiste für Anfänger, dem kann man sich anschließen. Ich würde keinen normalen PKW empfehlen, aber hier und da sind wir einem begegnet.

Der Weg führt durch das Kaldidalur, das kalte Tal. Die tollen Aussichten auf den Langjökull sind das Gerüttel wert. Allerdings nur bei gutem Wetter, das sollte jedem klar sein.

Langjökull

Langjökull

Wir freuen uns über immer neue faszinierende Anblicke rauer, isländischer Landschaft, zum Beispiel an diesem Gletscherfluss, der die Basaltlava der Ebene durchfließt:
Gletscherfluss

Gletscherfluss

Danach noch einen schnellen Abstecher zur Höhle Surtshellir …
Surtshellir
… mit einem Stück F578. Bis zu der Höhle auch eine einfache Piste – weiter hinten soll allerdings eine gefährliche Furt folgen.

Die Surtshellir liegt im Lavafeld Hallmundarhraun, das 52 km lang ist und eine Fläche von 242 Quadratkilometern hat. Hier ein Ausschnitt, in dem das Fließen der Lava noch zu erkennen ist:
Lava im Hallmundarhraun

Dann war aber auch genug Rüttelpiste. Es ging weiter zum Hraunfossar, einem ebenso interessanten wie attraktiven Wasserfall, der sich in vielen kleinen Bächen aus dem Lavafeld ergießt.
Hraunfossar

Daneben ist gleich der Barnafoss, in dem laut einer Sage zwei Kinder verunglückten.
Barnafoss

Auf dem Rückweg dann noch ein Besuch bei Deildartunguhver, einer heißen Quelle, die die Umgebung mit heißem Wasser versorgt.
Deildatunguhver

Hier haben wir uns noch mit Tomaten aus dem daneben liegenden Gewächshaus versorgt. Es wird übrigens auch ein Bad gebaut, das Krauma, das schon länger fertiggestellt sein sollte – das hat sich offensichtlich verzögert.

2 Gedanken zu „Durch Islands wilden Westen“

  1. Ach, ihr habt den Deildartunguhver noch mit dem alten Holzzaun genossen. Inzwischen wird da ein massives Stahlgitter drumrum gebaut, “für die Sicherheit der Besucher”. Zum Glück ist es doch “durchsichtig” genug.

    1. Ja, ich habe da auch Bilder von gesehen – man versucht Island Idiotensicher zu machen. Leider. Aber gut, bei Deildartunguhver kann ich es verschmerzen, da war der Holzzaun auch nicht viel besser;)

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