Versteckte Schätze

Es gibt viele Teile von Island, über die man im Internet ganze Bildbände findet. Es gibt Teile, da ist das noch nicht so und sicher ist Lónsöræfi so ein Teil. Lónsöræfi ist seit 1977 ein Naturschutzgebiet und liegt etwas im Osten von Höfn. Das Gebiet wird auch Stafafellsfjöll genannt. Wir haben uns eher spontan entschlossen, hier noch einen Ausflug zu machen. Wenn man hier auf der Ringstraße vorbei fährt, sieht man einen Teil der bunten Berge und die ausgedehnte Flusslandschaft der Jökulsá í Lóni.
Lónsöraefi

Wir hatten im Vorfeld das Guesthouse Stafafell angeschrieben, weil wir wissen wollten, wann und ob der Campingplatz, der auf den Karten zu sehen ist, geöffnet ist. Uns wurde nicht geantwortet, aber wir sind dann spontan abgebogen, der Platz war auf, und wir blieben dann gleich zwei Nächte.

Das seltsame an Lónsöræfi ist auch, dass der Tourismus sich hier eher zurückzuentwickeln scheint. Konnte man früher mit einem Bus zu einer Hütte im unzugänglichen Teil fahren, gibt es diesen Service jetzt nicht mehr und man muss die Beförderung bei einem Tourveranstalter relativ teuer buchen.

Hübsch ist es aber allemal, sehr farbenfroh durch Rhyolith und andere farbige Gesteinsarten. Ein versteckter Schatz.

Auf der Gletscherallee

Der größte Gletscher Islands ist der Vatnajökull, der auch zum größten Teil Nationalpark ist. Um den Hauptgletscher herum kriechen durch viele Täler Gletscherzungen ins Tal. Eine Menge dieser Gletscherzungen haben wir uns im Südosten angesehen. Eine Sonderstellung nimmt Jökulsárlón ein, meinen wir. Darum haben wir dafür einen eigenen Beitrag geschrieben und hier folgen jetzt die anderen.

Besonders interessant war die Fahrt nach Jöklasel, einer Berghütte in 840m Höhe. Hier ist auch das höchste Restaurant Islands und wir haben uns dort einen – recht guten – Kaffee gegönnt. Da, wo der Pfeil ist, aber etwas weiter auf der Rückseite gelegen.
Joeklasel

Auf der Fahrt dahin, die Straße ist die F985, konnten wir schöne Aussichten genießen. Wir hatten Glück an dem Tag, denn neben dem tollen Wetter war die Straße gerade neu gemacht worden und man kam ganz einfach rauf und wieder runter.

Aussicht von der F985

Aussicht von der F985

Bei der Hütte ist man ganz nah am Skálafellsjökull.
Skálafellsjökull

Hier sieht man auch sehr genau die typischen Risse am unteren Ende der Gletscherzunge.
Risse im Gletschereis des Skálafellsjökull

Von Ost nach West geht es weiter zum Heinabergsjökull. Hier führt eine Schotterstraße hin und man kommt nach wenigen hundert Metern bis zur schönen Gletscherlagune. Der Gletscher gehört zum Nationalpark und somit ist alles gut ausgeschildert und es gibt sogar markierte Wanderwege.
Heinabergsjökull mit Gletscherlagune

Heinabergsjökull

Hier wie auf vielen anderen kargen Böden Islands muss man übrigens aufpassn, nicht ständig auf Bäume zu treten. Es gibt hier sehr flach am Boden kriechende Birken:
Zwergbirke

Danach ging es zum Fláajökull. Auch hübsch, und mit einer wackeligen, schaukelnden Brücke auf dem Weg dahin. Die größte Gefahr geht aber von der Bewachung aus!
Hindernisse

Aber wir haben alle Hindernisse überwunden und sind beim Gletscher angekommen.

Fláajökull

Hier die spannenden Eisformationen noch mal im Detail:
Eis des Fláajökull

Unser letzter Gletscher ist der Hoffellsjökull, der Gletscher, der am nächsten an Höfn dran ist, wo wir gecampt haben. Auch hier gibt es wieder Wanderwege und auch dieser Gletscher kalbt in einen See.
Hoffellsjökull mit Gletscherlagune

Die Größe, die Formen, die Geräusche der isländischen Gletscher zu erleben hat uns sehr fasziniert.

Gletschereis

Weiter geht es mit unser Gletschertour. Wäre Alkohol auf  Island nicht so teuer, es wäre sicher ein Geschäftmodell Cocktails mit Gletschereis zu verkaufen. Der beste Ort an dieses Eis zu kommen ist ohne Frage Jökulsárlón, die bekannte Gletscherlagune. Sie ist inzwischen wegen der Klimaerwärmung und des damit verbundenen Abschmelzens des Gletschers mehr als doppelt so groß wie 1975. Während das Wasser in Gletscherseen auf Island meist trüb ist wegen der Sedimente darin, ist in der Jökulsárlón das Wasser klar. Was diesen Ort außerdem einzigartig macht ist der direkte Zugang zum Meer. Die Eisbrocken, die vom Gletscher abbrechen, treiben ins Meer und werden von der Brandung zurück an den schwarzen Strand geworfen.

Zusammen ergibt das eine unglaublich tolle Fotokulisse. Nicht umsonst strömen jedes Jahr Menschenmassen hier her. Also nicht lang schnacken – hier sind die Bilder!

Rauf und runter und ein Gletscher

Nachdem wir 2015 immer nur an Skaftafell vorbeigefahren sind, hatten wir uns diesmal vorgenommen, etwas mehr zu machen und haben dieses mal sogar dort übernachtet. Der Campingplatz ist recht groß und war, als wir da waren, nicht überlaufen. Das lag aber sicher daran, dass es schon recht spät im Jahr war und die Menschen, die sonst hierher kommen, sicher gute Wetterbedingungen haben wollen. Davon kann man Anfang September nicht mehr unbedingt ausgehen.

Wir haben aber ja schon eine Weile das Wetter hier beobachtet und natürlich haben wir uns einen der schönsten Tage des Jahres ausgesucht. Also ging es an diesem Tag frisch ans Werk – hinauf in den Nationalpark zum Svartifoss. Der Weg dahin ist gut beschildert und ausgebaut und bietet tolle Aussichten.

Der Svartifoss mit seinen interessanten dunklen Basaltformationen gehört sicher zu den bemerkenswertesten Islands. Wir lassen Bilder sprechen.

Nachmittags sind wir dann zum Svínafellsjökull gefahren, einem Gletscher direkt neben dem Nationalpark und recht einfach zu erreichen.  Er bildete auch den Auftakt unserer Gletschertour an der Südküste, die ist nämlich voll davon.  Dazu aber mehr später, für heute also erst einmal der Svínafellsjökull.

Die wahrscheinlich schönste Schlucht

Bevor wir aus Vík weg fuhren besuchten wir noch die Schlucht Fjaðrárgljúfur. Die liegt zwar eigentlich bei Kirkjubæjarklaustur, aber wir wollten nicht extra umziehen. Das Wetter in Skaftafell, unserer nächsten Station, sollte gut werden und an der Südostküste ist das Wetter oft nicht das beste, so wollten wir das nicht verpassen.

Viel muss man nicht zu Fjaðrárgljúfur sagen, sondern einfach mal anschauen. Hier ein paar Fotos!



Später vor dem Schlafengehen konnten wir dann noch ein paar Nordlichter sehen. Nicht sehr klar, aber immerhin:
Nordlicht

Schwarze Strände

Ein weiterer Zwischenstopp auf unserer Reise war Vík í Mýrdal. Der Campingplatz ist  eigentlich ganz nett, aber sehr gut besucht. Vík lohnt einen Stopp, weil man hier noch einen Kronan Supermarkt hat. Die Preise sind etwas höher als bei einem Bonus, aber niedriger als bei den kleinen „Apotheken“ die man sonst findet. Wobei man auch da drauf achten sollte, was man kauft. Die Sachen, die offensichtlich für Touristen sind, also was so der typische Isländer nicht kauft (Mineralwasser z.B.) sind hier auch schon extra teuer.

Wir sind dann etwas herumgefahren, um die Schönheiten der Gegend zu genießen.

Unser erstes Ziel war Dyrhólaey – auf deutsch „Türlochinsel“. Beim Blick auf das Bild wird auch klar, woher der Name kommt.
Dyrhólaey

Am Kap, vor dem die Insel liegt, gab es erstaunlicherweise am 30. August, als wir da waren, noch ein paar Papageitaucher, Normalerweise sind sie um diese Zeit schon weg. Vorzeigbare Fotos von ihnen haben wir dieses mal nicht machen können, aber wer welche sehen mag, den verweisen wir gern auf diesen Beitrag mit vielen Fotos drolliger Lundis, Puffins, Papageientaucher => Hier klicken

Direkt daneben liegt der schwarze Strand von Reynisfjara. Sehr hübsch, kann aber gefährlich sein. Dort sind schon mehrere Menschen ums Leben gekommen, weil unberechenbar nach vielen kleinen harmlosen Wellen plötzlich große kommen und einen ins Meer reißen können. Anders als vor zwei Jahren stehen inzwischen Warnschilder dort, die das erklären und auf die tragischen Todesfälle hinweisen. Was manche Idioten nicht davon abhält, trotzdem zu nah ran und teilweise auch reinzugehen.
Schwarzer Strand von Reynisfjara

Die schwarzen Felsnadeln im Meer heißen Reynisdrangar und natürlich sind es versteinerte Trolle. Hier noch einmal aus anderer Perspektive mit Landschaft drumrum:
Reynisdrangar

An diesem Strand gibt es auch interessante Basaltformationen, vor denen viele, viele Touristen sich unheimlich gern fotografieren:
Basaltformationen bei Reynisfjara

Aber nicht genug der schwarzen Strände, auch in westlicher Richtung kann man davon viel sehen, der Sólheimasandur zieht sich weit die Küste entlang und wir genießen auch diese Aussicht noch, bevor wir zurück zu unserem Wohnwagen fahren.
Sólheimasandur

Rund um den Mýrdalsjökull

Unsere erst einmal letzte längere Hochlandtour war die Umfahrung des Mýrdalsjökull. Wenn man genau ist, haben wir den Eyjafjallajökull, den Vulkan mit dem tollen Namen, auch mit umrundet. Unter dem Mýrdalsjökull verbirgt sich übrigens die Katla, einer der Vulkane, die man auf Island fürchtet. Ausbrüche der Katla werden regelmäßig von so genannten Gletscherläufen begleitet, das heißt, der Ausbruch schmilzt den Gletscher teilweise und es ergießen sich große Mengen Wasser in die Täler.

Da sich die Katla aber gerade friedlich verhält, konnten wir ganz entspannt unsere Tour antreten. Los ging es von unserem Campingplatz Langbrok, der liegt an der 261, die wird dann schnell zur F261. Hier hat man einen schönen Ausblick auf den Eyjafjallajökull und Þórsmörk.

Eyjafjallajökull, Þórsmörk, Markarfljót
Im Hintergrund rechts der Eyjafjallajökull, davor Þórsmörk, vorn die Ebene des Flusses Markarfljót
Einhyrningur
Der Berg Einhyrningur (isl. für Einhorn)

Wir waren uns am Anfang nicht sicher, ob wir die Umrundung wirklich machen sollten. Immerhin ist es ein ganzes Stück und einige Furten und Teilstücke sind relativ gefährlich. Die meisten Mietwagenverleiher erlauben z.B. die F210 auch nicht. Aber dann haben wir uns doch für die Umrundung entschieden.

Am Rande des Mýrdalsjökull
Am Rande des Mýrdalsjökull

Unterwegs haben wir einen ganz kleinen Spaziergang zu der Schlucht Markarfljótsgljúfur gemacht, die der Fluss Markarfljót in den Fels gegraben hat.
Markarfljótsgljúfur

Zur F210 muss man eine recht tiefe Furt durchqueren. Auch die Wanderer auf dem berühmten Laugarvegur müssen hier durch. Man merkt, wie beliebt dieser Wanderweg ist, denn wir sahen immer wieder Wanderer.
Laugarvegur

Sie führten uns vor, dass das Wasser mindestens knietief ist. Wir haben noch gewartet, da wir uns nicht sicher waren. Wie gerufen kam dann auch ein Hochlandbus um durchzufahren. Da kann man immer gut sehen, wie tief es ist und dann abschätzen ob man es selbst wagen will. Alles war ok, es ging also auf die F210.

Weiter geht es über den Mælifellssandur, links Richtung Landmannalaugur bunte Berge …
Bunte Berge Richtung Landmannalaugar

und rechts der Gletscher in schwarzweiß.
Gletscher in Schwarz-Weiß

Wir huschen über den schwarzen Sand. Alles ist trocken und das ist gut so – dies hier ist die Ecke, wo die Mietwagenverleiher ihre Fahrzeuge so ungern bergen. Und in nassem Schwemmsand fährt man sich leicht fest.

In dem ganzen schwarzen Sand liegt der grün bewachsene Vulkan Mælifell.
Mælifell

Nach einer ganzen Weile und viel schwarzem Sand ging es auf die F232. Die Landschaft wechselt, ist aber immer noch toll.

Hólmsárfoss
Hólmsárfoss

Nach fünf Stunden Hochlandpiste biegen wir auf die 209 ein. Die Rückfahrt ist einfach und die Aussicht wieder spektakulär.

Hin und wieder zurück

Eines regnerischen Tages beschlossen wir, eine Bildungslücke zu schließen. Insgesamt gehen wir ja nun auf fast ein Jahr Aufenthalt auf Island zu und es konnte ja nicht angehen das wir nie auf den Westmännerinseln (isl. Vestmannaeyjar) waren.

Gesagt, getan und mit der Fähre von Landeyjahöfn, hier ist nichts außer einem Fährhafen, nach Heimaey, dem Hafen der Westmännerinseln. Wir haben uns entschieden, nicht mit dem Auto hin zu fahren, auch wenn das ganze bezahlbar gewesen wäre. Der Tag war zwar regnerisch, aber nicht windig und darauf kam es uns an (damit Tina nicht das Frühstück rückwärtsessen musste). Das hatte auch den Vorteil das wir nicht reservieren mussten, denn Platz für Fußgänger auf der Fähre Herjólfur ist fast immer (bei Festivals sollte man buchen).

Landeyjahöfn

Die Fahrt verlief relativ ruhig und angekommen haben wir uns dann auf den Weg gemacht zum Eldheimar, dem Vulkanmuseum, das den Ausbruch von 1973 behandelt. Es ist ein recht modernes Museum mit Audioguide in Deutsch, Dokumentarfilmen über den Vulkanausbruch und dieser und jener Spielerei. Das Preisleistungsverhältnis ist für Island sehr gut und das richtige für einen Regentag. Es gibt auch eine Ausstellung  zu Surtsey, der Insel, die 1963 aus dem Meer südlich der Westmänner aufgetaucht ist.

Im Museum

Sonst sind wir noch etwas herumgelaufen und haben uns die Überreste der verschütteten Häuser angesehen die man noch finden kann.

Reste im Hintergrund – das im Vordergrund ist ein Teil, der rekonstruiert wurde
Halb verschüttetes Haus beim Museum

Die Felsen im Hafen sind auch sehr hübsch.

Felsen im Hafen
Das Schiff fährt dicht an den Felsen vorbei

Dann am Abend ging es auch schon wieder zurück.

Der perfekte Tag

Nachdem wir unseren Besuch in Snæfellsnes beendet hatten, kam eine kurze Schlechtwetterperiode, die wir in Grindavik ausgesessen haben. Viel kann man dazu nicht sagen, denn Wäsche waschen und im Sturm sitzen ist nur begrenzt aufregend. Als das Wetter dann wieder besser wurde sind wir weitergefahren nach Leirubakki. Das ist ein Hof an der 26, der ein Hotel, Restaurant, Campingplatz und Reiten anbietet.

Der Campingplatz ist ganz nett, hat eine tolle Aussicht auf die Hekla und einen Hotpot.
Leirubakki
Dafür ist er auch noch recht günstig. Die Sanitäreinrichtungen sind zwar in die Tage gekommen aber die Dusche ist sogar kostenlos. Was eher doof ist, Stromanschlüsse gibt es nur direkt am Servicehaus. Da unser kleiner Wohnwagen aber ja mit moderner Solartechnik ausgestattet ist, war es auch kein Problem mal ohne auszukommen.

Bemerkenswert war dann unsere Tour ins Hochland, die wir hier gemacht haben. Nicht weit von Leirubakki geht die F225 ins Hochland Richtung Landmannalaugar. Die meisten Besucher von Landmannalaugar, das leider etwas überlaufen ist, kommen wohl eher über die F208 von Norden, denn hier muss man durch keine Furt und schont damit seine Nerven. Uns war es hingegen ein Vergnügen mal wieder durch eine Furt zu fahren:
Kurzes Video zum Furten auf der F225 auf Youtube

Auf dem Weg liegt der Rauðifoss, ein Wasserfall, der rot ist, bzw. das Gestein darunter. Wir sind hier zu dem nächsten Aussichtspunkt gelaufen, um den Wasserfall zu sehen.
Rauðifoss

Dabei trafen wir zwei Isländer, die meinten, besonders schön sei die Quelle, allerdings müsste man da etwas steil hoch. Wir haben ihre weitere Wanderung dann auch aus der Ferne beobachtet, aber so 45 Grad an einem Geröllberg hochsteigen ist dann eher nichts für uns.

Ebenfalls auf dem Weg aus verschiedenen Perspektiven zu sehen ist der Vulkan Hekla:
Hekla

Weiter ging es nach Landmannahellir, eine Hütte, bzw. mehrere, die auch einen Campingplatz haben. Sehr zu empfehlen gegenüber den Trubel in Landmannalaugar. Hier wollten wir allerdings nur die Angelkarte kaufen die wir später noch brauchen würden. Wirhaben leider versäumt, hier ein Bild zu machen.

In Landmannalaugar endlich angekommen ging es dann um den kleinen Rundkurs. Eine schöne Wanderung mit knapp 5 km und etwas Durch-die-Lava-Turnen, die aber durch viele der Schönheiten des Gebietes führt. Sehr zu empfehlen, hier ein paar Impressionen:

Nach soviel tollen Aussichten ging es zum Angeln – der erste See hieß Ljótipollur, ein Vulkankrater. Die Piste dahin ist nichts für Nervenbündel, die Aussicht ist toll …
Aussicht vom Ljótipollur
… aber leider muss man relativ steil an den Geröllrändern absteigen um an das Wasser zu kommen.
Ljótipollur
Das haben wir dann gelassen und sind zum Frostastaðavatn, dem großen See den  man nicht übersehen kann kurz bevor man Landmannalaugar erreicht.

Bei Sonnenschein und angenehmen Temperatur haben wir es uns dann da gemütlich gemacht – ein paar Fische gefangen und schließlich gegrillt. Was will man mehr?
Fischgrillen am Frostastaðavatn

Die Rückfahrt war dann im wesentlichen im Dunkeln und nicht erfreulich. Wir sind über die F208 nach Norden raus, weil das weniger Hochlandstrecke bedeutet. Dummerweise kam dann noch der nicht asphaltierte Teil der 26 und der war schlechter als jede Hochlandpiste und ist ganz und gar nicht zu empfehlen.

Schönheit in der Sonne

Nachdem wir ja vor einer Weile auf  Snæfellsnes im Regen gesessen haben, haben wir uns entschlossen, hier nochmal vorbeizuschauen. Natürlich nur wenn das Wetter gut ist. Und siehe da, nachdem wir die Westfjorde doch nun lange genug besucht hatten, war das Wetter auch auf der Halbinsel gut.

Also sind wir nach Stykkishólmur aufgebrochen. Als wir dort ankamen mussten wir aber feststellen: die ganze Stadt war in Aufruhr – der Campingplatz platzte aus allen Nähten. Tja, es fanden dort gerade die Dänischen Tage statt und hunderte Besucher tummelten sich auf dem Campingplatz. Das war uns dann zuviel Rummel und wir haben uns einen neuen Campingplatz gesucht. Wir wollten nicht zuweit fahren, wobei der nächste Platz der etwas außerhalb der Stadt liegt auch voll war. Also weiter Richtung Grundarfjörður, hier wussten wir von einem Campingplatz. Google wusste von noch einem anderen Platz kurz vor dem Ort auf einer Halbinsel. Der Platz heißt Setberg – ein sehr minimalistischer Platz mit einem Klo und einem Waschbecken – aber ruhig gelegen und mit einer tollen Aussicht. Es war schon recht spät und wir wurden von einem hübschen Sonnenuntergang begrüßt:

Sonnenuntergang bei Setberg
Sonnenuntergang bei Setberg

Der Campingplatz liegt direkt gegenüber dem Berg Kirkjufell mit seiner markanten Silhouette:

Blick auf den Kirkjufell
Blick auf den Kirkjufell

Hier sind wir dann geblieben und haben am anderen Tag eine Fototour gemacht, deren Resultate wir hier auszugsweise zeigen.

Die Halbinsel Snæfellsnes bietet sehr unterschiedliche Gesteins- und Landschaftsformationen. Von Feldern recht junger,  schroffer Lava, vor allem im Lavafeld Berserkjahraun, über sanft geschwungene Hügel in verschiedenen Farben bis zu tiefblauen Seen.

Snæfellsnes

Lava auf Snæfellsnes, Berserkjahraun
Lava auf Snæfellsnes, Berserkjahraun

Snæfellsnes

Alte Wegmarke im Berserkjaraun
Alte Wegmarke im Berserkjaraun

Snæfellsnes

Lava auf Snæfellsnes
Lava
Berge, Seen, Lava auf Snæfellsnes
Berge, Seen, Lava

Auch auf Snæfellsnes gibt es viele verlassene und verfallene Höfe. Die Ruinen haben ihren eigenen Charme. Diese hier wird gerade von zwei Islandpferden als Windschutz genutzt.
Islandpferde vor Ruine auf Snæfellsnes

Und endlich – wir haben ihn wie so viele andere Besucher schon so oft mit wolkenverdeckter Spitze gesehen – zeigt sich uns der berühmte Snæfellsjökull unverhüllt.
Snaefellsjökull

Der Tag endet für uns an einem sehr hübschen Angelsee am Berserkjahraun, in dem wir allerdings leider auch bei diesem zweiten Besuch nichts fangen. Egal, er ist wunderschön.

Snæfellsnes